Für viele Radfahrer auf dem RuhrtalRadweg ist diese kleine Überfahrt von der einen Seite der Ruhr auf die andere in Witten ein echtes Highlight – für Patrick Bodden hingegen ist sie Alltag und dennoch etwas ganz Besonderes. Als Fährkapitän bringt er gemeinsam mit seinen Kollegen an Spitzentagen bis zu 3.000 Menschen auf die andere Seite der Ruhr. Sein Arbeitsplatz ist für ihn trotz der täglichen Aussicht der schönste Ort auf dem RuhrtalRadweg und verliert auch nach vielen Überfahrten nicht das Besondere, denn die Arbeit ist vielseitig und abwechslungsreich.
Die Fähre Hardenstein transportiert bei gutem Wetter bis zu 3.000 Personen am Tag über die Ruhr.
Geduldig warten die Radfahrer auf beiden Uferseiten, immer wieder kommen neue Radler hinzu. Lange müssen sie nicht auf die Fähre warten, denn die Überfahrt ist mit vier Minuten relativ kurz. Kaum angelegt strömen die Passagiere herunter von der Fähre und neue steigen ein, bevor es direkt wieder auf die andere Seite geht. Die "Hardenstein" wird mit einem Elektromotor betrieben und setzt damit auf Nachhaltigkeit. Sie ist bereits das zweite Schiff auf dieser Strecke, die Vorgänger-Fähre hatte nur Kapazität für 16 Personen. Heute können bis zu 50 Personen pro Fahrt transportiert werden und das ist gut aufgrund der wachsenden Beliebtheit des Angebotes.
Patrick Bodden ist als Fährmann auf der RuhrtalFähre Hardenstein unterwegs, hier steuert er die Fähre gerade auf die andere Uferseite.
Das sie alle sicher auf der anderen Seite ankommen und noch dazu die Ruhr von einer neuen Perspektive entdecken können ist die Aufgabe von Patrick Bodden und seinen Kollegen. Der 37-Jährige ist Mitarbeiter der wabe und deckt in mehreren Schichten den Betrieb der Fähre ab. Sie fährt in den Sommermonaten bis zu zehn Stunden am Tag. Ergänzt wird das Team zudem noch von Ehrenamtlichen. Alle, die am Steuer der Fähre sitzen haben hierfür einen Fährschein gemacht mit theoretischen und praktischen Prüfungen sowie dem Fahren unter Aufsicht. Erst danach dürfen die Mitarbeiter selber als Fährmänner aktiv werden.
Die Arbeit auf dem Wasser macht dem Wittener Spaß, der Kontakt zu den Radfahrern ist gut. Viele sind entspannt, wenn sie auf die andere Seite der Ruhr übersetzen, da sie sich im Radurlaub oder auf einem Tagesausflug mit dem Rad befinden. Außerdem sind viele einfach dankbar für dieses Angebot auf der Strecke, das von Mensch und Tier geschätzt wird. Denn immer wieder laufen auch Hunde freudig auf die Fähre und werden von Patrick Bodden natürlich persönlich begrüßt und auf die andere Seite gebracht – hier auf der Fähre ist schließlich jeder willkommen! Gezahlt wird übrigens so viel, wie jedem die Überfahrt wert ist.
Für Patrick Bodden der schönste Ort am RuhrtalRadweg: mitten auf der Ruhr. Der Kontakt zu den zahlreichen Radfahrern findet er besonders angenehm.
Gemeinsam mit seinen Kollegen leistet Patrick Bodde einen großen Beitrag für ein besonderes Erlebnis auf dem RuhrtalRadweg, denn was vielen Radfahrern am Ende in Erinnerung bleibt, ist die Überfahrt mit der kleinen Fähre. Kaum eine Fahrt ist leer, besonders bei gutem Wetter strömen die Radfahrer, aber auch Spaziergänger oder Hundebesitzer nur so zu den Anlegern auf beiden Seiten.
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