Die Kreinberg-Siedlung in Schwerte-Ost zeigt Eisenbahnergeschichte im Gartenstadtgrundriss: Ab 1921 entstand ein grünes Wohnquartier beim Reichsbahn-Ausbesserungswerk, seit 2001 denkmalgeschützt.
Die Kreinberg-Siedlung in Schwerte-Ost macht den frühen modernen Siedlungsbau des industriellen Zeitalters unmittelbar ablesbar. Sie entstand in direkter Nachbarschaft zum Reichsbahn-Ausbesserungswerk für Dampflokomotiven, dessen Planung 1913 begann und für das Schwerte 1914 den Zuschlag erhielt. Ab 1920 wurde die Arbeitersiedlung nach Plänen des Reichsbahnoberrats Behnes gebaut; die erste Wohnung war im August 1921 bezugsfertig, noch vor der offiziellen Inbetriebnahme des Werks am 1. Oktober 1922.
Bis 1935 wuchs die Anlage auf nahezu 800 Wohnungen. Ihr Städtebau folgt der Gartenstadt-Idee: geschlossene Häuserzeilen, U-förmige Blöcke mit Erkern, Reihenhäuser, Heckenwege und platzartige Straßenräume prägen das Quartier. Entlang der Lichtendorfer Straße lag der geschäftliche Mittelpunkt mit Läden des täglichen Bedarfs. Seit 2001 steht die im Zweiten Weltkrieg weitgehend erhaltene Siedlung komplett unter Denkmalschutz.
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Anreise
Der Bus C31 fährt vom Schwerter Bahnhof zur Kreinberg-Siedlung.
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