Haus Füchten, gelegen auf einer Anhöhe am Osthang des Ruhrtals, markiert geografisch den Übergangsbereich zwischen der Soester Börde und dem Sauerland, am südwestlichen Fuß des Haarstrangs.
Die erste urkundliche Erwähnung des Anwesens datiert auf das Jahr 1298. Nach dem Abriss der ursprünglichen Burganlage um 1700 erfolgte die Errichtung eines Schlosses am Berghang, welches 1726 um einen Kapellenflügel ergänzt wurde. Im Jahr 1834 erwarb Josef Caspar von Mellin das Gut und initiierte später die 1860 ins Leben gerufene Mellin'sche Stiftung. Diese private Stiftung nutzte die Räumlichkeiten von Haus Füchten für eine Ackerbauschule. Das Anwesen verblieb lange im Besitz der Stiftung, bevor es Mitte der 1980er Jahre in Privatbesitz überging.
Eine seit etwa 150 Jahren bestehende Tradition ist die alljährliche Füchtener Prozession, die am Sonntag nach Fronleichnam vom Ense-Bremen zum Schloss führt und die lokale kulturelle Bindung demonstriert. Haus Füchten bietet als Zeugnis seiner Geschichte und seiner architektonischen Entwicklung einen Blick auf vergangene Epochen in der Region.
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